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Vor dem ersten Eisgang

Sicherheitseinweisung

Klar entscheiden, ruhig hineingehen und rechtzeitig wieder herauskommen. Sicherheit beginnt lange vor dem ersten Schritt ins Wasser.

Die Sicherheitseinweisung beginnt vor dem Wasser. Sie klärt, wer heute nicht einsteigen sollte, wie der Kälteschock aussieht und was nach dem Aussteigen zu tun ist. Beim Workshop wird jeder Schritt noch einmal persönlich angeleitet.

Heute nicht ins Wasser

  • Wenn du Fieber, einen akuten Infekt oder deutliche Erschöpfung hast.
  • Wenn du Alkohol, Drogen oder beruhigende Medikamente genommen hast.
  • Wenn du allein bist oder niemand am Ufer aufmerksam bleibt.
  • Wenn du gerade intensiv hyperventiliert oder den Atem lange angehalten hast.
  • Wenn Gewitter, starke Strömung, schlechte Sicht oder ein unsicherer Einstieg dazukommen.

Vorher ärztlich abklären

Kälte lässt Atmung, Blutdruck und Herzarbeit innerhalb von Sekunden ansteigen. Bei bekannten Herz- und Kreislauferkrankungen, Herzrhythmusstörungen, nicht gut eingestelltem Bluthochdruck, Epilepsie, schweren Durchblutungsstörungen, nach einem Schlaganfall oder in der Schwangerschaft braucht es deshalb vor dem ersten Eisbad eine persönliche medizinische Einschätzung.

Dasselbe gilt für Medikamente, die Puls, Blutdruck, Blutgerinnung oder Wahrnehmung beeinflussen. Eine Website und ein Trainer können diese Entscheidung nicht übernehmen.

Frau atmet ruhig in einer Eistonne

Der erste Moment im Wasser

Der Kälteschock kann einen unwillkürlichen tiefen Atemzug und schnelle Atmung auslösen. Deshalb bleibt der Kopf über Wasser, du springst nicht und gehst so hinein, dass du jederzeit selbst wieder aussteigen kannst.

Atemübungen mit schneller oder tiefer Atmung gehören niemals ins Wasser. Sie können Kohlendioxid senken, den pH-Wert verschieben und Schwindel oder Kribbeln auslösen. Das ist an Land kontrollierbar, im Wasser aber ein unnötiges Risiko.

Sofort raus und Hilfe holen

  • Bei Brustschmerz, ungewöhnlichem Herzrasen oder starker Atemnot.
  • Bei Verwirrtheit, auffälliger Müdigkeit oder undeutlicher Sprache.
  • Wenn Hände und Beine nicht mehr zuverlässig gehorchen.
  • Bei anhaltendem Husten, schaumigem Auswurf oder einem Engegefühl in der Brust.
  • Wenn das Zittern trotz anhaltender Kälte plötzlich aufhört.

Nach dem Aussteigen

Nasse Kleidung ausziehen, abtrocknen, warm anziehen und langsam in Bewegung kommen. Bei leichter Auskühlung hilft passive Wärme. Bei Verwirrtheit, Bewusstseinsstörung oder deutlicher Unterkühlung gilt: Rettung rufen und nicht allein mit heißem Wasser experimentieren.

Quellen und weiterführende Informationen

FAQ

Kann ich die Sicherheitseinweisung online erledigen?

Du kannst dich hier vorbereiten. Vor einem Workshop wird die Einweisung trotzdem vor Ort wiederholt und an Wetter, Wasser und Gruppe angepasst.

Darf ich vor dem Eisbad Atemübungen machen?

Ruhige Atemregulation an Land ist Teil der Vorbereitung. Intensive Hyperventilation und lange Atempausen gehören niemals ins Wasser und nicht unmittelbar an eine ungesicherte Wasserkante.

Ist eine kalte Dusche dasselbe?

Nein. Eine Dusche kann an Kälte gewöhnen, bringt aber kein Ertrinkungsrisiko und belastet den Körper anders als vollständiges Eintauchen.